.... oder: wie du absichtsvoll am Leben teilnimmst

Die meisten Menschen verbringen ihr Leben in einer gewohnten Routine, die nicht viel Spielraum für Veränderungen vorsieht, und das hat einige Folgen.

Nicht nur, dass das auf Dauer ziemlich langweilig wird, sondern früher oder später zu depressiven Verstimmungen und anderen "Zivilisations-weh-wehchen" führt.

Weil der Blick auf die Möglichkeiten verstellt ist
In den letzten Jahren habe ich eine Vielzahl unterschiedlichster Coaching-Anfragen bekommen, von denen sich interessanterweise viele im Kern sehr ähnlich sind: die betreffenden Menschen haben keine klare Ausrichtung in bezug auf das, was sie vom Leben wirklich wollen und wie sie es erreichen können.

Es gibt drei grundlegende Ursachen, weshalb Menschen im Leben Schwierigkeiten haben:

1) Sie bekommen nicht, was sie wollen;

2) Sie wollen nicht, was sie bekommen;

3) Sie wissen nicht, was sie wollen.

An jedem dieser drei Punkte läßt sich ein wirksamer Hebel ansetzen

Im ersten Fall geht es darum, sich eine wirkungsvolle Strategie auszudenken und in einem machbaren Schritt-für-Schritt-Plan umzusetzen.

Im zweiten Fall geht es darum, das, was da ist, anzuerkennen und zu akzeptieren (denn das, wogegen du dich wehrst, wird nur noch größer und fester).

Und was den dritten Punkt betrifft, da las ich vor einiger Zeit bei dem tibetischen Meditationsmeister Tarthang Tulku folgende interessante Zeilen, die er zwar auf das Berufsleben bezieht, die sich aber meiner Erfahrung nach auf alle Bereiche des Lebens anwenden lassen:

"Erst wenn wir den Wert dessen, was wir erreichen wollen, anerkennen, können wir uns dafür einsetzen, in unserer Arbeit bewusster zu werden. Nehmen Sie sich eine Woche lang täglich Zeit, um darüber nachzudenken, was für Sie in Ihrer Arbeit wichtig ist.

Betrachten Sie sowohl Ihre persönlichen Ziele als auch die des Unternehmens oder die speziellen Verantwortlichkeiten Ihrer Tätigkeit.

Schreiben Sie sie in ein Notizbuch, legen Sie Prioritäten fest, und beginnen Sie einen Plan aufzustellen, wie Sie Ihre Ziele erreichen können.

Eine auf diese Weise entwickelte Vision führt zu einem stärkeren Engagement, das von selbst unsere Bewusstheit schärft und stabilisiert."

Schau genau hin
Um den Rat Tarthang Tulkus also auf dein ganzes Leben anzuwenden, solltest du dich selbst eine Zeitlang in deinem Alltag beobachten und herausfinden, was für dich wirklich wichtig ist:

    • Was tust du so den ganzen Tag lang?
    • Und was davon ist wirklich wesentlich für dich und die Menschen, die davon betroffen sind?
    • Welche Ziele liegen deinen Tätigkeiten zugrunde?
    • Und welche neuen Ziele könntest du aus dem, was du erkannt hast, das es wichtig für dich ist, ableiten?

Schreibe diese Sachen auf, bringe sie in eine Prioritäten-Reihenfolge und entwickle einen Plan, den du Schritt für Schritt umsetzen kannst.

So nutzt du deine Energie auf sinnvolle Weise
Im allgemeinen verfügen wir über einen bestimmten Energievorrat, der sich in den meisten Fällen zwar noch ganz ordentlich steigern läßt, aber dennoch nicht unbegrenzt ist. Und da macht es doch wirklich keinen Sinn, diese wertvolle Energie in unwichtige Dinge zu stecken, bis du depressiv wirst oder ausbrennst.

Die obige Vorgehensweise ermöglicht es dir, zum einen dein Energiepotenzial zu steigern und zum anderen, deine Kraft zu kanalisieren und zu bündeln, indem du sie auf wertvolle Ziele lenkst - ganz einfach dadurch, dass du immer bewusster wirst :-)

Das ist der Weg, absichtsvoll am Leben teilzunehmen

Ein 4-Schritte-Programm für den Alltag:

Die folgenden vier Schritte ermöglichen es dir, das zu erschaffen, was du gerne erfahren möchtest:

1. Bemerke, was du nicht mehr erleben willst und ziehe deine Aufmerksamkeit davon ab.

2. Stelle fest, was du stattdessen erleben willst und richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf.

3. Fühle, wie es sich anfühlt, diesen Wunsch, diese Absicht zu haben und fühle, wie es sich anfühlen würde, das bereits erreicht zu haben.

4. Lass jegliche Vorstellung an irgendein Resultat los und sei offen dafür, deinen Wunsch in Empfang zu nehmen.