... oder: wie du den Veränderungswahn stoppst 

Angesichts mancher Herausforderungen, vor die uns das Leben stellt, machen wir es uns oftmals ganz schön schwer. Was müssen wir nicht alles ändern! Und packen uns zu der Last, die wir ohnehin schon mit uns herumschleppen, immer noch mehr drauf.

Dabei ist es gar nicht mal so wichtig, ob es sich jetzt um Schwierigkeiten in den eigenen vier Wänden handelt oder um gravierende globale Herausforderungen - wenn wir die Einstellung haben, dass es schwer ist und wir deswegen unbedingt etwas tun müssen, dann wird es auch schwer und die Last immer größer. Aber Hauptsache, wir sind mit etwas beschäftigt ;-)

Oder wie begegnest du deinen Herausforderungen?
Geht es dir nicht auch manchmal so, dass Du es dir mit den Herausforderungen in deinem Alltag unnötig schwer machst? Etwas - dich oder jemand anderen oder eine bestimmte Situation - unbedingt verändern musst?

Nicht dass es verkehrt wäre, Probleme zu lösen und bestimmte Lebensumstände zu verbessern - es geht hier nicht darum, die Augen zu verschließen und die unangenehmen Dinge zu ignorieren.Es geht darum, WIE wir das Ganze angehen.

Könnte es auch leichter gehen?
Wenn wir bestimmte Umstände und Tatsachen erst einmal akzeptieren und so betrachten, wie sie sind, tun wir den ersten Schritt hin zu mehr Leichtigkeit.

Wir reagieren nicht mehr gewohnheitsmäßig auf etwas, sondern betrachten es mit einem gewissen Abstand und lassen der Lösung Zeit, zu uns zu kommen.

Wir müssen uns nicht damit abplagen, etwas zu verändern, sondern geben den Dingen den Raum, den sie brauchen, um sich von selbst zu wandeln. Und unterstützen das tatkräftig so gut wir können. Ganz entspannt.

Wenn wir den Widerstand aufgeben
Kinder, Narren und Weise haben keine Probleme mit dem Leben. Sie nehmen die Dinge so, wie sie kommen und fließen mit dem Strom der Ereignisse, ohne sich dagegen zu wehren. Auf diese Weise lebt es sich viel leichter und vor allem, wirkungsvoller.

Die Dinge sind, wie sie sind.
Und du hast die Wahl, wie du damit umgehst.
Welche Wahl wirst du künftig treffen?

Praktische Coaching-Tipps für den Alltag:

    • Achte im Alltag darauf, wie oft du auf gewisse Dinge, Ereignisse und Menschen reagierst, anstatt bewusst zu entscheiden. Achte auch darauf, WIE du reagierst - was sind deine bevorzugten Reaktionsmuster?
    • Entscheide dich, mit dem Reagieren aufzuhören. Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei der Sache, die dich zum Reagieren veranlaßt hat, ohne weiterhin darauf zu reagieren.
    • Erkenne, dass zwischen dem äußeren Anlaß und deiner Reaktion darauf eine kleine Lücke besteht. Gehe mit deiner Aufmerksamkeit in diese Lücke und triff von dort aus eine Entscheidung.
    • Noch eine Möglichkeit: wenn du bemerkst, dass du gerade wieder auf gewohnte Weise reagieren willst, stoppe das sofort, halte inne und mache etwas ganz anderes.
    • Lerne, die wichtigste Fähigkeit in deinem Leben zu kultivieren - die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit zu beherrschen. Dies gibt dir die Möglichkeit, etwas zu betrachten, ohne darauf zu reagieren.
    • Entwickle zunehmend mehr Gleichmut (nicht Gleichgültigkeit im Sinne von Ignoranz!), indem du alle Dinge als gleich wichtig oder gleich unwichtig betrachtest. Gehe auf Abstand und bleibe dabei verbunden.
    • Was auch immer es gerade mal wieder ist, das dich zum Reagieren und verändern-wollen veranlasst - frage dich, wie es wäre, es für diesen einen Augenblick in Ruhe zu lassen.

 

Hinweis in eigener Sache:

ZenBodyART - Bewusstsein, Bewegung und das Erwachen der KörperIntelligenz

Der Embodiment-Workshop